Colin McRae – Es kann nur einen geben
Dennis Gerike

Colin McRae (1968 - 2007)
Zwei Jahre ist es nun her, seit die Welt einen seiner größten Motorsporthelden verlor. Colin McRae war ein begnadeteter Rallyfahrer, der durch seinen Fahrstil, seinen Charakter und nicht zuletzt durch die nach ihm benannte Rennspielserie unglaubliche Popularität erlangte.
Der Schotte wurde 1968 in Lanark geboren und fuhr in seiner Karriere und Freizeit so ziemlich alles, was einen Motor hatte – ganz egal wieviele Räder dran waren, sei es Kart, Motorrad, Rally, Tourenwagen, Dakar, LeMans oder Motorboot.
Seine erste Rally-Saison bestritt Colin 1986. Nach den Gesamtsiegen in der Britischen Rally-Meisterschaft 1991 und 1992 war es nur logisch, dass er für 1993 ein WRC-Cockpit bekam. Nur drei Jahre musste er auf den ganz großen Triumph warten. 1995 gelang es ihm (als ersten Briten), im von Skandinaviern dominierten Sport den Weltmeistertitel zu erringen. Mit 27 Jahren war er damit zudem auch noch der jüngste Pilot, dem dies jemals gelang. Für seine Leistungen wurde er 1996 mit dem MBE ausgezeichnet (ähnlich Bundesverdienstkreuz). Die folgenden Jahre fuhr er weiter an der Spitze mit, konnte seinen Erfolg von 1995 aber nicht mehr wiederholen. Ab 2004 zog es ihn die Wüste, wo er mehrmals für Nissan die Dakar-Rally bestritt.
Sein spektakulärer Fahrstil ließ die Fans am Streckenrand den Atem anhalten, während seine Teamchefs am Kommandostand vielmehr mit Angstschweiß und grauen Haaren kämpfen mussten. Denn, so spektakulär sein Fahrstil, so spektakulär und zahlreich waren auch seine Unfälle (41% Ausfallquote). Schnell hatte er daher den Spitznamen Colin McCrash weg. Bis auf einen gebrochenem Finger ist aber nie etwas passiert. Ironischerweise war es ein Helikopterabsturz, der am 15. September 2007 seinem Geschwindigkeitsrausch ein jähes Ende setzte.
Race In Peace, Colin!
Zum YouTube-Video Colin McRae – Es kann nur einen geben
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Tags: Colin McRae, Rally, Subaru











