Bathurst 1000 – V8-Konzert Down Under
Dennis Gerike
Europa hat die 24 Stunden von Le Mans, Amerika die Indy 500, Afrika die Dakar-Rally. Und was haben die Australier? Deren Langstreckenklassiker heißt Bathurst 1000 und ist kein bisschen unspektakulärer als die zuvor genannten Veranstaltungen. Seit 1960 tragen die Ozzies ihr Tourenwagen-Highlight des Jahres am Mount Panorama aus. Lange Highspeed-Geraden, Höhenunterschiede von 174 Metern und abschüssiges Kurvengeschlängel charakterisieren die schwierige Strecke.
Beim diesjährigen Rennen kam eine weitere Schwierigkeit hinzu, die vielen Fahrern mindestens einen “big moment” bescherten – das Wetter. Das nasse erste Renndrittel verlangte von den Piloten einen ganz sensiblen Gasfuß, um ihre 650 PS starken Ford Falcon bzw. Holden Commodore nicht geradewegs in eine der vielen Mauern links und rechts der Strecke zu stopfen. Dieser Herausforderung stellten sich letztes Wochenende nicht nur die Stammpiloten der V8 Supercars-Meisterschaft sondern u.a. auch die aus der WTCC bekannten Tourenwagen-Asse Andy Priaulx und James Thompson. Während Thompson kurz vor Schluss ausschied konnte Priaulx mit Co David Reynolds einen achtbaren 12. Platz herausfahren.
Insgesamt acht Safety-Car-Phasen sorgten dafür, dass das Feld im über sechs Stunden langen Rennen dicht beisammen blieb. Erst in den letzten drei der 161 Runden wurden die vorderen Platzierungen in engen Tür-an-Tür-Duellen ausgefahren (siehe Video unten). Von den 32 angetretenen Teams erreichten 24 das Ziel. Sieger wurde das Duo Garth Tender und Will Davison. Meisterschaftsführender Jamie Whincup kam auf Platz 5 ins Ziel und war einziger Ford-Pilot in den Top10.
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