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24 Stunden Nürburgring 2010 – Hochspannung bis zur letzten Sekunde

Mittwoch, 19. Mai 2010
BMW M3 GT2 - 24h-Rennen Nürburgring 2010

BMW M3 GT2 - 24h-Rennen Nürburgring 2010

Wenn man sich auf eines verlassen kann, dann darauf, dass das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring unberechenbar ist. Am Donnerstag zeigte sich die Eifel erst einmal von seiner schlechtesten Seite und begrüßte die knapp 200 angereisten Teams mit nass-kaltem Wetter. Das erste Zeittraining musste am Abend sogar wegen starken Nebels abgebrochen werden. Die bis dahin gefahrenen Zeiten hatten aufgrund der wiedrigen Bedingungen zwar keine große Aussagekraft, die provisorische Pole des Farnbacher-Ferrari F430 GTC ließ aber dennoch aufhorchen. Seit der Premiere im Jahre 1970 hatte sich nämlich bisher noch kein einziger Ferrari in die Eifel zum 24h-Rennen verirrt. Zum Glück hatte der Eifel-Gott dann doch noch ein Einsehen und schob das schlechte Wetter für den Rest des Wochenendes beiseite.

Die zweite Qualifikation am Freitag lief daraufhin wieder in geordneten Bahnen ab und die Zeitentabellen sahen wieder so aus, wie erwartet. Naja fast. Die Audi-Mannschaft, die mit sage und schreibe sieben R8 LMS angerückt waren, brachten ihre vier Topautos (2x Abt, 2x Phoenix) allesamt in die ersten beiden Startreihen. Mit einer 8:24.753 pulverisierte Polesetter Marco Werner die Bestzeit aus dem Vorjahr, die er um über zehn Sekunden unterbot. Dahinter reihten sich die Porsches von Mamerow und Manthey ein. Der in den letzten vier Jahren dominierende 911er von Manthey (#1) beließ es zwecks Materialschonung bei nur einer gezeiteten Runde. Das reichte für Startplatz 7. Auch BMW blieb etwas hinter den Erwartungen zurück. Die von der extrem erfahrenen Schnitzer-Truppe betreuten M3 GT2 mussten sich vererst mit Platz 8 und 11 begnügen. Dass ein guter Startplatz aber in kaum einem Rennen so irrelevant ist, wie in der Eifel, sollte nicht zuletzt der Farnbacher-Ferrari beweisen. Die Exoten mussten das Rennen von Startplatz 46 in Angriff nehmen und konnten trotzdem noch sehr weit nach vorne fahren.

Die Anzahl an potenziellen Siegkandidaten war dieses Jahr immens. Neben den genannten Teams musste man noch den nagelneuen Hybrid-Porsche (ebenfalls von Manthey eingesetzt) oder den Rest der Audi-R8-Flotte auf der Rechnung haben, ebenso wie die diversen Cup-Porsche oder auch die von Schubert Motorsport und Dörr Motorsport eingesetzten BMW Z4 GT3.

BMW Z4 GT3 - 24h-Rennen Nuerburgring 2010

BMW Z4 GT3

BMW 130i GTR - 24h-Rennen Nuerburgring 2010

BMW 130i GTR #107

Porsche 911 GT3 R Hybrid - 24h-Rennen Nürburgring 2010

Porsche 911 GT3 R Hybrid

Déjà-vu am Samstag-Morgen. Die Seat Leon Supercopas mussten sich im Rahmenrennen wieder über eine nebelverhangene Nordschleife mühen. Nachmittags klarte es aber glücklicherweise wieder auf und DIE Motorsport-Party des Jahres mit über 220.000 Fans an der Strecke konnte beginnen.

Um 15:00 Uhr hatte das Warten endlich ein Ende. Das fast 200 Fahrzeuge starke Feld stürzte sich mit lautem Gebrüll ins Abenteuer “Grüne Hölle”. Dass Manthey im Qualifying bei weitem nicht alle Karten aufgedeckt hat, musste die Konkurrenz schon auf den ersten Metern schockiert feststellen. Der Porsche mit Marcel Tiemann am Steuer flügte durchs Feld, als gäbe es kein Morgen mehr. Nach wenigen Kilometern, noch bevor es überhaupt auf die Nordschleife ging war der 911er an allen Gegnern, inklusive der Viererformation R8 vorbei und hatte sich am Ende der Grand-Prix-Strecke schon ein paar Sekunden Vorsprung erarbeitet. Begeistert waren die gegnerischen Teams von Audi und BMW davon nicht gerade, sollte doch das Balance of Performance-System die Fahrzeuge dicht beieinander halten. Die Geschichte war aber recht schnell wieder vergessen, denn die nächsten 24 Stunden wurden ereignisreicher als eine gesamte DTM- und Formel-1-Saison zusammen. (weiterlesen …)

Truth in 24 – Reportage über die 24 Stunden von Le Mans

Donnerstag, 04. Juni 2009

Kaum ist das eine 24 Stunden Rennen (Nürburgring) vorbei, steht schon das nächste vor der Tür. Am 13. und 14. Juni heulen 700 km weiter,  im Nordwesten von Frankreich, in Le Mans zum 78. Mal die Motoren der Prototypen und GT-Renner.

Zur Einstimmung ist das Video Truth in 24 hervorragend geeignet. In der filmreifen Dokumentation wirft NFL Films einen Blick hinter die Kulissen des international wohl bedeutendsten Langstreckenrennnens. In der Hauptrolle das Audi-Team, das seit Jahren Le Mans in der höchsten, der LMP1-Klasse dominiert.

Über die offizielle Seite lässt sich das komplette Video per iTunes kostenlos beziehen. Direkt-Link

Nicht vergessen! Dieses Wochenende 24 Stunden Rennen Nürburgring!

Mittwoch, 20. Mai 2009
24h Nürburgring

24h Nürburgring

Am 21. Mai beginnt in der Eiffel wieder die größte Motorsportparty der Welt. Zum 24-Stunden-Rennen 2009 auf der Nordschleife werden wie in den letzten Jahren wieder  über 200.000 Motorsportfans aus aller Welt erwartet. Die 4-tägige Mammut-Veranstaltung beginnt schon ab 8:00 Uhr am Donnerstag mit diversen Rahmenrennen, wie dem Formel-3-Cup, der Procar-Serie oder am Freitag abend der spektakulären Drift-Challenge. Das 24h-Rennen selbst wird am Samstag um 16:00 Uhr gestartet. Wer nicht vor Ort sein kann, kann sich den Fernseher auf DSF eintunen und dann die Fernbedienung wegwerfen, denn der Sportsender überträgt insgesamt 16 Stunden live. Alternativ wird es im Internet auf www.24h-rennen.de auch einen Live Stream rund um die Uhr geben.

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