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WRC Rally Monte Carlo 2012

Mittwoch, 28. März 2012
WRC Monte Carlo 2012

WRC Monte Carlo 2012

Die neue Saison beginnt mit einem absoluten Klassiker. Die Rally Monte Carlo gibt es schon seit 1911. Seit 1973 ist sie Teil der Rally-WM. Nachdem sie über die letzten Jahre von der Intercontinental Rally Challenge (IRC) “gekapert” wurde, ist sie 2012 wieder zurück in der Königsklasse.

Wenn man Rally-Veteranen fragt, dann fallen beim Thema Monte-Carlo-Rally Stichworte, wie Mini Cooper oder Col de Turini. Mit beidem kann die diesjährige Veranstaltung aufwarten. Vier von Prodrive entwickelte MINI John Cooper Works stehen am Start. Während die Minis der 60er Jahre noch klein und handlich waren, sind die neuzeitlichen Pendants die größten Autos im Starterfeld. Statt z.B. den MINI One oder das MINI Coupé zu homologieren, wurde als Basis der Countryman genommen. Gegenüber den kompakten Ford Fiestas und Citroen DS3s hat das kleine SUV damit (zumindest in der Basis) ein kleines Gewichts- und Aerodynamik-Handicap.

Der berühmte Col de Turini wird am vorletzten Rally-Tag unter die Räder genommen. Da diese klassische Prüfung nachts gefahren wird, wird somit also auch die Tradition der Nacht der langen Messer fortgesetzt.

WRC Monte Carlo 2012 - MINI

WRC Monte Carlo 2012 - MINI

Insgesamt werden 433 km auf Zeit gefahren, verteilt auf insgesamt fünf Tage. Damit wird das Reglement fast ausgereizt. Maximal 500 km an maximal fünf Tagen wären erlaubt gewesen. Die Entscheidung über Distanz und Dauer darf der jeweilige Veranstalter selbst treffen. Ebenso darf er darüber entscheiden, was mit ausgeschiedenen Fahrzeugen passiert. Was bis letztes Jahr noch unter dem Namen SupeRally bekannt war heißt jetzt Rally 2 und besagt, dass gestrandete Fahrzeuge am Folgetag (mit Strafzeit) wieder am Rennen teilnehmen dürfen.

Der ACM (Automobil Club Monaco) hat sich als Veranstalter gegen den Einsatz der Rally-2-Regel entschieden. Wer ausscheidet kann also sofort seine Sachen packen und nach Hause fahren. Großen Anklang fand diese Entscheidung bei den meisten Teams und Fahrern nicht. Vor allem für die Privatiers ist diese Lösung suboptimal, da sie bei einem Ausfall noch weniger als ohnehin schon im Fernsehen zu sehen sind. Das lässt sich bei den Sponsoren natürlich nicht so gut verkaufen.

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WRC Rally Argentinien 2011: 10 kleine Rallyfahrer

Freitag, 24. Juni 2011

Maximum Attack

Maximum Attack

In kaum einer Rennserie ist die Streckenauswahl so vielfältig, wie in der Rally WM. Während die Formel 1 jedes Jahr mit einem neuen Tilke-Retortenkurs beglückt wird, sind die Strecken in der WRC wirklich einzigartig. Sei es nun die besondere Lage (in Mexiko wird 2700 m über NN gefahren und die Italien-Rally findet auf der Insel Sardinien statt), der Streckenbelag (Schnee und Eis in Schweden, Wüstensand in Jordanien, gröbster Schotter in Griechenland) oder berühmt-berüchtigte Streckenabschnitte, wie die Panzerplatte in Baumholder (Deutschland) oder die Ouninpohja-Prüfung in Finnland.

In Argentinien ist es ebenfalls die Beschaffenheit des Untergrunds, welche die Rally einzigartig macht. Offiziell handelt es sich zwar um eine Schotterveranstaltung, aber gut ein Fünftel der Wertungsprüfungen findet auf Asphalt statt. Und zwar unter erschwerten Bedingungen. Zum einen wechselt der Belag auch mal innerhalb einer Wertungsprüfung, zum anderen darf ausschließlich mit Schotterreifen und Schottersetup gefahren werden. Das gilt auch für die Asphalt-Passagen. Dort sind die Autos dann mangels Grip nur am Rutschen und Driften. Für den Zuschauer ist das sicherlich spektakulär, vom Sicherheitsaspekt her aber eher fragwürdig. Andererseits bekommen die Fahrer so mal eine (minimale) Vorstellung davon, wie es in den 80ern gewesen sein muss, einen 500 PS starken Audi S1 oder Peugeot 205 T16 auf der Straße zu halten. Die Gruppe-B-Monster konnten damals nämlich alles – außer geradeaus fahren. Das Gruppe-B-Feeling kommt auch auf, wenn man sich die Zuschauermassen ansieht. Erinnerungen werden wach an Zeiten, wo ein Walter Röhrl oder Juha Kankkunen die Menschenmaschen auf der Straße teilten, wie Moses das Rote Meer. Aus Sicherheitsgründen ist das heutzutage natürlich undenkbar. Der Begeisterung der Argentinier tut das aber keinen Abbruch. Rund eine Million Fans sollen am Wochenende zu den Wertungsprüfungen gepilgert sein. (weiterlesen …)

WRC Rally Deutschland: Ent-Spannung rund um Trier

Freitag, 27. August 2010
ADAC Rally Deutschland

ADAC Rally Deutschland (Bild: www.ewrc.cz)

Wir Deutschen lieben ja Statistiken, deshalb geht’s heute ausnahmsweise mal mit ein paar Zahlen los. In der Rally-Weltmeisterschaft führt derzeit der Franzose Sébastien Loeb. Seine erste volle WRC-Saison bestritt er 2002 in einem Citroen Xsara. Seitdem nahm er an 133 WRC-Läufen teil, von denen er 58 gewinnen konnte. Das ist eine beeindruckende Siegquote von 43,6%. Innerhalb seiner acht WRC-Saisons konnte er sechsmal die Fahrermeisterschaft für sich entscheiden. Das entspricht noch beeindruckenderen 75%. Nur 2002 und 2003 überließ er der Konkurrenz den Vortritt. Zum Vergleich: Michael Schumacher holte sich in 15 (vollen) Formel-1-Saisons “nur” sieben Meistertitel (46,7%). Seine Siegquote lag (bis zu seinem Comeback) bei 36,6 Prozent (bei 249 Starts). Selbst Valentino Rossi kann bei den Titeln nicht mithalten. 9 von 14 bedeuten für ihn 64,3%. Nur bei den Siegen kann sich Il Dottore mit 44,6% knapp vor Loeb behaupten.

Genauso, wie Loeb selbst, gehört auch die Deutschland-Rally erst seit 2002 fest zur Rally-WM. Sie wurde bisher siebenmal als WRC-Lauf ausgetragen und genauso oft wurde sie von Sébastien Loeb auch gewonnen. Schon allein dieser Rekord ist faszinierend und erschreckend zugleich. Und jetzt die Quizfrage. Wer hat die Rally Deutschland wohl dieses Jahr gewonnen? Eines ist sicher, beim Buchmacher gab’s für eine Wette auf Loeb keinen Blumentopf zu gewinnen.

Das vor zwei Jahren in der Rally-WM eingeführte Rotationsprinzip verdammte die Rally Deutschland 2009 zum Zusehen. Loebs Rekord war also bis zu diesem Wochenende unantastbar. Eine Aufhebung dieses jährlichen Wechselspielchens wird zwar für 2011 diskutiert, ob es die Rally dann trotzdem wieder in den Kalender schaffen würde, steht aber in den Sternen. Noch hat die Veranstaltung, die international tatsächlich unter dem Namen “ADAC Rally Deutschland” und nicht etwa “ADAC Rally Germany” läuft nicht den Status einer Monte-, Wales- oder Finnland-Rally. Einen Verbleib im Kalender hätte sie aber verdient. Die Asphaltstrecken rund um Trier und das Moselgebiet kommen bei Zuschauern und Fahrern gleichermaßen gut an. Der Ritt durch die Weinberge ist zudem einmalig in der Welt. Ebenso die Streckenwahl. Die Wertungsprüfungen am ersten Tag führen durch enge, schnelle und winklige Gassen, durch eben jene Weinberge. Danach geht es auf den Truppenübungsplatz Baumholder mit der inzwischen weltbekannten Panzerplatte-Prüfung. Und am dritten Tag ändert die Rally nochmal den Charakter. Da wird es technisch anspruchsvoll und zum Finale geht’s durch den Stadtkern von Trier bei der Circus Maximus Prüfung. (weiterlesen …)

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