BMW Vision Efficient Dynamics Concept – Hybrid Sportwagen Studie
Samstag, 05. September 2009
BMW Vision Efficient Dynamics Concept
Wenn man mit Bestaunen der futuristischen BMW-Studie Vision Efficient Dynamics Concept fertig ist, dann erschließen sich einem so langsam einige (fragwürdige) Entscheidungen seitens BMW, die Formel 1 betreffend. So haben die Münchener im vergangenen Jahr (gegen den Willen der anderen Teams) die Einführung des Energierückgewinnungssystems KERS für die 2009er Saison durchgesetzt, statt einer Verschiebung auf 2010 zuzustimmen. Selbst Hybrid-Spezi Toyota wollte noch warten, weil die Entwicklungszeit einfach viel zu kurz war. Genau ein Jahr später folgt die nächste verhängnisvolle Entscheidung, für die BMW viel Kopfschütteln einstecken muss. Weil KERS nach nur einem Jahr schon wieder abgeschafft wird und wegen der “strategischen Neuausrichtung des Unternehmens” verlässt nun, nach Honda auch BMW die Formel 1 Bühne.
Auch wenn die Begründungen wenig überzeugend wirken , so liegt wohl doch ein Körnchen Wahrheit in ihnen. Zu finden im Vision Efficient Dynamics Concept. Das im Vorfeld der IAA ’09 präsentierte Coupé basiert optisch auf dem hinreißenden BMW M1 Hommage und wirbt mit einem phantastischen cw-Wert von nur 0,22. Die Fahrleistungen sollen auf dem Niveau eines Sportwagens liegen (4,8 s auf 100 km/h, 250 km/h Topspeed), der Verbrauch hingegen unterhalb des eines Toyota Prius. Knapp 3,8 Liter sollen es auf hundert Kilometer sein, oder noch werbewirksamer ausgdrückt, nur 99 Gramm CO2 pro Kilometer. Die Kombination aus drei Motoren soll diese Werte möglich machen. Zwei Elektromotoren – einer an jeder Achse – übernehmen die Arbeit beim Anfahren und im Teillastbereich. Beim Bremsen wird Energie analog zum KERS-System in der Formel 1 zurückgewonnen und in den 98 Lithium-Polymer-Akkus gespeichert. Der dritte Motor an Bord ist Joker und Pferdefuß zugleich. Der kleine Dreizylinder-Diesel hilft zwar besser beim Drücken des Spritverbrauchs als es ein gleich großer Benziner könnte, aber die Soundwertung wird er damit klar verlieren. Man höre sich dazu nur mal die Diesel-Triebwerke von Audis LeMans-Prototypen oder Seats Tourenwagen-Rennern an. (weiterlesen…)










