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WRC Rally Italien 2011: Goodbye Sardinien

Sonntag, 01. Mai 2011
MINI will hoch hinaus

MINI will hoch hinaus

MINI ist zurück! Nach fast einem halben Jahrhundert geben die Briten wieder Vollgas im Rally-Circus. Dani Sordo und Kris Meeke wurden als Fahrer verpflichtet, um in die Fußstapfen von Paddy Hopkirk, Timo Mäkinen und Rauno Altonen zu treten – allesamt Gewinner der berühmten Rally Monte Carlo auf BMC Mini Cooper S. Von klein kann heutzutage aber keine Rede mehr sein. Die aktuellen MINIs sind ausgewachsene Renngeräte. Bei den Abmessungen überbietet der eingesetzte Countryman sogar Citroens DS3 und den Fiesta von Ford.

Die Motoren stammen von BMW und sind die gleichen 1,6-Liter-Turbo-Benziner, wie sie auch in der Tourenwagen-WM (WTCC) zum Einsatz kommen. Dank der Regelangleichungen zwischen WRC und WTCC ergeben sich für die Hersteller Synergie-Effekte, die derzeit aber nur BMW (weil in beiden Serien aktiv) ausnutzen kann. Durchgeführt wird das WRC-Projekt von BMW Motorsport, unterstützt von Prodrive. Oder war es anders herum? ;-) Prodrive ist jedenfalls der beste Partner, den sich BMW hätte aussuchen können. Die Truppe um David Richards ist extrem erfahren und hat nicht umsonst schon drei Fahrer- und drei Markentitel geholt, auch wenn der letzte inzwischen schon acht Jahre zurückliegt. Petter Solberg holte damals auf Subaru den Titel und ist aktuell neben Sébastien Loeb der einzig noch aktive Rally-Weltmeister im Feld.

Und es gibt weitere positive Nachrichten. Volkswagen hat während des Wochenendes seinen Einstieg in die Rally-WM bekannt gegeben. Ab 2013 werden die Wolfsburger als vierter Hersteller die WRC verstärken. Analog zu den Einsatzgeräten von Ford, Citroen und MINI wird auch VW einen Kleinwagen einsetzen. Der Polo wurde auserkoren in einer 5-Jahres-Mission den WM-Titel nach drei Jahrzehnten wieder nach Deutschland zu holen. Das letzte mal, dass ein deutsches Fabrikat gewonnen hat, war 1984 mit Stig Blomqvist auf einem Audi Quattro.

Ganz unbefleckt ist der drittgrößte Autokonzern der Welt in Sachen Rally-Sport nicht. Sie haben zum einen in den letzten Jahren die Dakar-Rally dominiert und drei mal in Folge gewonnen, zum anderen waren sie mit der Konzerntochter Skoda bis 2006 in der WRC involviert – zuerst mit dem Octavia, dann mit einem Fabia. Wirklich erfolgreich war aber keines der beiden Modelle.

Jetzt die schlechte Nachricht. 2011 war Sardinien das letzte mal Gastgeber für die Rally-WM. Die Verantwortlichen wollen in Zukunft wieder zurück aufs Festland. Ab 2013 könnte die Rally Italia daher wieder nach Norditalien zurückkehren, um die San Remo wiederzubeleben. (weiterlesen …)

Rally Dakar 2011: VW schafft den Hattrick

Sonntag, 16. Januar 2011
VW Race Touareg III

VW Race Touareg III - 2011 unschlagbar

Südamerika stellt sich für Volkswagen als richtig gutes Pflaster heraus. Seit die Dakar-Rally 2009 von der Sahara in die Atacama-Wüste gezogen ist, haben die Wolfsburger die Marathon-Veranstaltung dominiert. Auch in diesem Jahr wieder. Zwar war der Druck von Herausforderer BMW höher denn je, doch nach fast 10.000 Kilometern standen wieder drei Blaue auf dem Podest. Nach Giniel de Villiers 2009 und Carlos Sainz 2010 schafft es diesmal der Katari Nasser Al-Attiyah auf die oberste Stufe des Siegertreppchens.

Etwa die Hälfte der gestarteten Autos war bei Halbzeit noch im Rennen. In Führung lagen Sainz und Al-Attiyah mit unbedeutenden 2:42 min Abstand. Und selbst Stéphane Peterhansel (BMW) hatte mit knapp 15 Minuten Rückstand noch gute Chancen auf den Sieg.

Ein paar der (Mit-)Favoriten verabschiedeten sich schon in der ersten der zwei Dakar-Wochen, oder verspielten zumindest die Chance auf eine gute Platzierung. Robby Gordon blieb mit Lagerschaden auf der Liaison der vierten Etappe liegen. Sein Team-Kollege hatte die Ersatzteile an Bord, übersah den gestrandeten Hummer aber und fuhr am hilfsbedürftigen Team-Leader einfach so vorbei. Auch Plan B schlug fehl. Sein Support-Truck hatte zwar die benötigten Teile, stieß aber erst so spät dazu, dass Robby nicht mehr rechtzeitig die Wertungsprüfung erreichte und in Folge disqualifiziert wurde. Mark Miller (VW) machte sich seine Dakar schon in der zweiten Etappe durch einen Unfall kaputt. Er konnte zwar weiterfahren und die Rally auch beenden, fiel aber deutlich zurück.

Die Dakar hat jedes Jahr Kuriositäten und verrückte Geschichten zu bieten. Dieses Jahr war es Guerlain Chicherit, der für hochgezogene Augenbrauen im Biwak sorgte. Den offiziellen Ruhetag ging der Franzose nicht ganz so ruhig an. Auf einer kurzen Testfahrt, die eigentlich nur dazu diente ein paar Funktionstests durchzuführen, verschrottete er den einzigen Mini im ganzen Starterfeld. Clever geht anders.

Etappe 7 (Arica – Antofagasta)

Nach der eintägigen Verschnaufpause in Arica, im äußersten Norden Chiles geht es wieder zurück in den Süden. Ziel der siebten Etappen ist Antofagasta. Die VW machen diese Etappe unter sich aus: Al-Attiyah vor Sainz vor de Villiers – insgesamt keine drei Minuten voneinander getrennt. Dafür wird das X-raid-Team weiter gebeutelt. Kaum hat man den Verlust des Mini Countryman verdaut, verschrottet prompt auch noch Orlando Terranova seinem BMW X3CC nach mehreren Überschlägen. Stéphane Peterhansel kam ebenfalls nicht ungeschoren davon. Er macht da weiter, wo er vor dem Ruhetag aufgehört hat, nämlich mit mehreren Plattfüßen. Schon nach 15 km ist der erste BF-Goodrich hinüber. Das Ziel erreicht der Franzose nur als Vierter, mit 7:40 min Rückstand. Er kann von Glück reden, dass die Etappe drastisch verkürzt wurde. Wären statt 273 km die ursprünglich angesetzten 631 Wertungskilometer zu fahren gewesen hätte es wohl noch düsterer ausgesehen.

Etappe 8 (Antofagasta – Copiapó)

Langsam beginnt die Heimreise. Der Dakar-Tross lässt den Atlantik hinter sich und fährt wieder hinein ins Zentrum von Chile. Copiapó ist das Ziel, 508 Wertungskilometer stehen auf dem Programm. Auf der bisher schwersten Etappe bleiben viele Fahrzeuge kameradschaftlich beisammen. So auch Sainz und Al-Attiyah. Bis fast ins Ziel fahren beide gemeinsam durch die Dünen. Doch wenige Kilometer vorher kommt Sainz ins Straucheln. Er bleibt zweimal in den Dünen hängen und muss sich freischaufeln. Die Führung ist beim Teufel. Den Platz an der Sonne erbt Nasser Al-Attiyah. Für das Team X-raid hingegen ist spätestens heute der Traum vom Gesamtsieg ausgeträumt. Peterhansel fängt sich weit über eine Stunde Rückstand ein (wieder Reifenschaden, und auch noch Motorenprobleme). Jetzt kann nur noch Platz 3 das Ziel sein. Trotz der angesprochenen Probleme von Sainz liefert VW eine top Teamleistung ab. Alle vier Race Touareg landen auf den ersten vier Plätzen. Und auch im Buggy mit der Nummer 314 kann gefeiert werden. Matthias Kahle und Navigator Thomas Schünemann haben ihren Diesel-Renner als acht-schnellste durch die Wüste dirigiert.

Etappe 9 (Copiapó – Copiapó)

Und weil es so schön ist bleiben die Teilnehmer noch einen weiteren Tag in Copiapó. In einer Schleife rund um die Wüstenstadt werden noch einmal sehr schwierige 235 km zurückgelegt. Sainz und Al-Attiyah liefern sich ein erbittertes Rad-an-Rad Gefecht, dass Team-Chef Kris Nissen schwarz vor Augen geworden sein dürfte. Die Ziellinie überqueren beide mit gerade mal vier Sekunden Abstand. De Villiers und Co-Pilot Dirk von Zitzewitz schauen sich das Spektakel aus der Entfernung an und fahren ihr eigenes Tempo. Am Ende werden sie Dritte vor Stéphane Peterhansel. Der BMW-Pilot hat zur Abwechslung mal keine Reifen- oder Motorenprobleme und fährt unauffällig auf Platz vier ins Ziel. Auch Kahle trumpft wieder mit einem guten Ergebnis auf. Platz 11 in der Etappe festigt seinen zehnten Gesamtrang. Aber van Loon kommt im Racing Lancer immer näher. (weiterlesen …)

Rally Dakar 2011 – VW bei Halbzeit vorn

Samstag, 08. Januar 2011
VW Race Tourage - Dakar 2011

Halbzeit bei der Dakar 2011 - und noch ist alles offen

146 Autos haben sich am 1. Januar aufgemacht, die Wüste zu besiegen. Nur 71 von ihnen haben die ersten sechs Etappen überstanden, sprich, sind noch in Wertung. Und das war erst der Anfang. Nach dem Ruhetag heute folgen noch sieben harte Etappen, bei denen, im wahrsten Sinne des Wortes erneut kräftig ausgesiebt wird.

4600 Kilometer haben die verbliebenen Teilnehmer inzwischen unter den Rädern, knapp die Hälfte davon gezeitet. Von Marathon-Veranstaltung war bisher aber nichts zu spüren. Für die favorisierten Teams von VW und BMW hieß es von Anfang an flatout. Im Schnitt lagen zwischen Etappensieger und Zweitem nur 60 Sekunden. Die knappste Entscheidung gab es gestern, mit gerade mal 9 Sekunden zwischen Carlos Sainz und Nasser Al-Attiyah. Beide liegen auch im Gesamtklassement vorne. Die Abstände nach hinten sind aber noch zu klein, um einen Favoriten festzumachen. Die ersten sieben (allesamt auf VW bzw. BMW unterwegs) liegen innerhalb von 1:37 Stunden und haben damit noch realistische Siegchancen. Zumal die richtig harten Prüfungen erst noch kommen.

Etappe 0 (Buenos Aires – Victoria)

Noch sind alle Teilnehmer im Cruise-Mode. Die Stoppuhren bleiben am Neujahrstag aus. Die 377 km von Buenos Aires nach Victoria sind als reine Verbindungsetappe deklariert und dienen dazu, sich den Fans zu präsentieren und eine gute Show zu bieten. Und wer kann so was besser, als die Amis? Robby Gordon ist auch dieses Jahr wieder mit seinem V8-Dampf-Hummer H3 am Start. Wie im letzten Jahr begann er die Rally mit einem spektakulären Sprung über die Startrampe in Buenos Aires. Und ein paar Donuts in seinem überlangen H3 ließ er sich auch nicht nehmen.

Etappe 1 (Victoria – Cordoba)

Der eigentliche Startschuss für die Dakar 2011 fiel am 2. Januar. Die 222 km stellten die Fahrer noch vor keine allzu großen Herausforderungen. Wie erwartet, belegte die VW- und BMW-Armada fast die kompletten Top-10-Plätze. Nur Robby Gordon (Hummer) und Guilherme Spinelli (Mitsubishi) konnten diese Phalanx aufbrechen (P8 und P9). Titelverteidiger Carlos Sainz (VW) holte sich die erste Bestzeit und machte damit gleich mal klar, dass ihm eine Trophäe nicht reicht und der Gesamtsieg 2011 nur über ihn geht. Stéphane ‘Mr. Dakar’ Peterhansel schob sich mit 1:31 Minuten Rückstand auf Platz 2, gefolgt von Al-Attiyah (VW), Miller (VW), de Villiers (VW), Holowczyc (BMW) und Terranova (BMW). Knapp dahinter ließ Matthias Kahle (BMW-Buggy) mit einem sehr guten 15. Platz aufhorchen. Die McRae-Buggys hingegen mussten etwas kleinere Brötchen backen. Tim Coronel, Zwillingsbruder von Tourenwagen-Ass Tom Coronel war schnellster der insgesamt sieben McRae-Einsitzer und landete auf Platz 36.

Etappe 2 (Cordoba – San Miguel de Tucaman)

Wie am Vortag war das Wetter leicht britisch angehaucht, was dem heckgetriebenen Hummer von Robby Gordon nicht wirklich entgegenkam. Ein Fahrfehler ließ ihn auf einem Felsbrocken stranden. Die langwierige Bergungsaktion kostete ihn den Rückwärtsgang und viel Zeit. Er beendete die Etappe nur als 47ster. Auch der zweite Amerikaner im Feld hatte so seine Probleme. Mark Miller beschädigte bei einem Unfall seinen Race Touareg und fiel auf Platz P43 zurück. Sainz machte dort weiter, wo er am Vortag aufgehört hatte – nämlich mit einem weiteren Etappensieg, diesmal vor Team-Kollege Al-Attiyah.

Etappe 3 (San Miguel de Tucuman – San Salvador de Jujuy)

Das Sprintrennen geht weiter. Nach 500 Wertungskilometern liegen die drei schnellsten nicht mal eine Minute auseinander. Zur Abwechslung holt sich diesmal Nasser Al-Attiyah den Etappensieg – trotz angeblicher Motorenprobleme (die nie aufgelöst werden). Sainz wird zweiter, Peterhansel dritter. Guilherme Spinelli hält sich mit seinem Mitsubishi tapfer in den Top 10 und könnte die Rally als bester Nicht-VW-BMW-Pilot abschließen.

Etappe 4 (San Salvador de Jujuy – Calama)

Die Luft wird dünn. Etappe vier führt die Wüstenreiter über die Anden nach Chile. Die erste richtige Wüstenprüfung meistern die Top-Piloten in gerade mal zwei Stunden. Auf der bisher kürzesten Etappe trennen Sainz, Al-Attiyah und Peterhansel nach 207 km 82 Sekunden. Peterhansel hätte die Führung übernehmen können, hätte er sich nicht einen Reifenschaden eingehandelt. So sammelt Sainz den 125. Etappensieg eines Race Touareg ein und baut seine eigene Führung minimal aus.

Das erste große Drama gabs im Hummer-Lager. Robby Gordon kam nicht mal bis zum Start der Wertungsprüfung. Ein Radlagerschaden auf der Verbindungsetappe beendete seine sechste Dakar-Rally vorzeitig. Über Twitter verbreitete das Team abends zwar noch Hoffnung, später war aber leider Gewissheit: Wertungsausschluss wegen Zeitüberschreitung. Besonders bitter daran: der Wagen hätte rechtzeitig repariert werden können. Das Ersatzteil hatte nämlich Team-Kollege Eliseo Salazar im zweiten Hummer an Bord. Der schaffte es aber irgendwie, den gestrandeten, knallorangenen H3 von Robby beim Überholen zu übersehen. Gordon: “Ich kann nicht verstehen, wie man unser oranges Auto am Straßenrand übersehen kann, vielleicht haben sie geträumt. Aber sie sind einfach weitergefahren. Und sie haben das Ersatzteil an Bord, das ich brauche.” (motorsport-total.com)

Etappe 5 (Calama – Iquique)

Wer die 2010er Ausgabe der Dakar gesehen hat, weiß wieso die fünfte Etappe ein absolutes Highlight ist. Nach knapp 3900 km erreichen die Piloten den Pazifik, haben den Kontinent also einmal von Ost nach West durchquert. Zielort ist die Stadt Iquique. Das Besondere: auf den letzten Kilometern haben die Piloten immer das Meer und die Küste vor Augen. Denn es geht in einem Rutsch eine 2,3 km lange Düne hinab. Top Gear hat 2009 im Chile-Bolivien-Special vorgemacht, wie es geht.

Für dieses tolle Etappenfinale ließ der Veranstalter die Fahrer aber hart arbeiten. Die Wegpunkte waren so versteckt gesetzt, dass gute Navigation auf den 423 km das A und O war.

Etappe 6 (Iquique – Arica)

Der letzte Kraftakt vor dem verdienten Ruhetag. Auf den 456 gewerteten Kilometern hat VW alles gegeben und brachte seine vier Race Touareg auf die ersten vier Plätze. Erstmals konnte VW signifikant Vorsprung gegenüber BMW herausfahren. BMWs Speerspitze Peterhansel verlor den Anschluss durch insgesamt vier Reifenschäden. Im Gesamtklassement beträgt sein Rückstand auf Sainz jetzt gut eine viertel Stunde. Was nicht weiter dramatisch ist, da immer noch aufholbar, aber trotzdem ärgerlich. Das macht die Mission von Mr. Dakar nicht einfacher. Für ihn persönlich geht es um den 10. Titel, für BMW wäre der Gesamtsieg eine Premiere.

Rally Dakar 2011 – Countdown

Freitag, 31. Dezember 2010
Rally Dakar 2011

Rally Dakar 2011

Am 1. Januar startet sie wieder, die Mutter aller Wüstenrallys. Paris ist schon lange aus dem Wortschatz gestrichen. So langsam muss man auch darüber nachdenken das Dakar aus Dakar-Rally zu entfernen. Denn seit nunmehr drei Jahren findet das Wüstenrodeo nicht mehr in Afrika, sondern in Südamerika statt – in Argentinien und Chile um genau zu sein. Zwei Wochen lang wird sich die Karawane aus 146 Autos, 183 Motorrädern, 33 Quads und 68 Trucks durch die Atacama-Wüste und die Anden kämpfen. Die Route führt von Buenos Aires an der Ostküste nach Arica im Nordwesten von Chile, und wieder zurück. Macht zusammen fast 10.000 km, davon mehr als die Hälfte in Wertung.

Eine Prognose auf den Sieger abzugeben ist zwar schwierig, aber die Race Touareg von VW sind auf jeden Fall in der Favoritenrolle zu sehen. Nach zwei Siegen in Folge wollen die Wolfsburger natürlich auch noch den Hattrick. Ein nochmals verbessertes Auto und vier Profifahrer (Carlos Sainz, Nasser Al-Attiyah, Mark Miller, Giniel De Villiers) stellen die Konkurrenz vor eine große Herausforderung.

X-raid kontert da gelassen mit insgesamt sieben(!) BMW X3. Mit verbessertem Auto, neuem Hauptsponsor und der Geheimwaffe Stéphane Peterhansel (9 Dakar-Siege) will die Truppe um Sven Quandt endlich den Gesamtsieg. Letztes Jahr waren die X3CC zwar in Schlagdistanz, mehr als Platz vier kam dann aber doch nicht bei rum.

Publikumsliebling Robby Gordon wird dieses Jahr mehr denn je mit seinem großen Hummer auffallen. In Augenkrebs erregendem orangenem Blechkleid will er, wie in den vergangenen Jahren wieder die großen Teams ärgern. Auf den schnellen Etappen könnte es dank V8-Power im Heck tatsächlich die ein oder andere Bestzeit geben, aber ein Gesamtsieg gegen die VW/BMW-Übermacht ist unrealistisch.

Mitsubishi steht vor einem Scherbenhaufen. Für die einstigen Könige der Dakar (12 Siege, davon allein sieben von 2001 bis 2007) gilt 2011 nur noch der olympische Gedanke. Schon seit 2009 sind die Japaner nicht mehr im Werkseinsatz unterwegs. Damals wurde die Motorsport-Sparte von Nicolas Misslin übernommen und in sein JMB Stradale Team eingegliedert. Lange konnte das Unternehmen aber nicht aufrechterhalten werden. Ende November 2010 musste der Franzose den Laden wegen Insolvenz dicht machen. Jetzt sind nur noch die Privatfahrer übrig, die die Ehre der Marke mit den drei Diamanten hochhalten können.

Joan ‘Nani’ Roma, der eigentlich für das JMB-Team hätte fahren sollen hatte Glück im Unglück. Im Overdrive-Team wurde in letzter Minute noch ein Platz frei. Nach BMW X3 und Mitsubishi Lancer fährt der Spanier jetzt also Nissan Navara. Aber auch bei Nissan gilt: Der Gesamtsieg ist äußerst unwahrscheinlich.

Wo gibt’s die News?

Eurosport wird an jedem Tag zweimal von der Dakar berichten. Einmal um 20:15 Uhr mit einer Live-Schaltung bei der Zielankunft und spät abends um 23:00 nochmal mit der Zusammenfassung des Tages.

Die aktuellsten News und Zwischenergebnisse gibt’s auf der offiziellen Dakar-Homepage oder fangfrisch, direkt aus der Wüste über die folgenden Twitter-Kanäle:

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Dreifachsieg bei der Dakar 2010 für VW

Montag, 18. Januar 2010
VW Race Tourag 2

VW Race Touarag 2

Schon zur Halbzeit der Dakar war klar, dass die VW den Sieg bei der härtesten Rally der Welt unter sich ausmachen würden. Als einziges Werksteam musste sich die Flotte aus fünf  VW Race Touareg 2 nur gegen die extrem starken BMW X3CC des X-raid-Teams erwehren. Diese hatten sich aber schon vor dem Ruhetag über zwei Stunden Rückstand eingefangen und damit nur noch eine theoretische Chance auf den Sieg. Die mittlerweile nur noch privat eingesetzten Mitsubishi und Nissan stellten keine Konkurrenz dar. Nur Robby Gordon konnte hier und da mit seinem mächtigen Hummer die deutsche Phalanx aufbrechen. Nur fehlte es dem V8-Schiff an Allrounderqualitäten und vor allem Allradantrieb, um konstant ganz vorne mitfahren zu können. (weiterlesen …)

Halbzeit bei der Rally Dakar 2010

Samstag, 09. Januar 2010
Dakar Route 2010

Dakar Route 2010

Nach 4667 gefahreren Kilometern gönnen sich die Dakar-Teilnehmer heute ihren wohlverdienten Ruhetag. Nach sieben Tagen voller Dramen und Tragödien heißt es jetzt Akkus wieder aufladen und sich mental auf die restlichen 4363 km vorbereiten.

Die längste und härteste Rally der Welt findet 2010, wie auch schon im Vorjahr nicht mehr in Afrika, sondern in Südamerika statt. Folgerichtig ist auch nicht mehr Dakar das Ziel. Der Konvoi aus 134 Autos, 151 Motorräder, 25 Quads und 52 Trucks ist am 1. Januar in Buenos Aires (Argentinien) gestartet und in Richtung Westküste, nach Antofagasta in Chile aufgebrochen. Der zweite Teil der Rally führt am 10. Januar wieder zurück nach Buenos Aires, aber auf einer etwas südlicheren Route. Das Bergfest konnten längst nicht alle Teilnehmer feiern. Nur 55 Autos, 95 Motorräder, 14 Quads und 25 Trucks sind bei Halbzeit noch in Wertung. (weiterlesen …)

Motorvision – Flying Cars

Sonntag, 15. Februar 2009
Audi S1

Audi S1

Die ehemalige DSF-Autosendung Motorvision hat vor einigen Jahren für die Racing-Fans unter uns einen fetzigen Video-Clip erstellt. Im Zusammenschnitt sind die spektakulärsten (freiwilligen und unfreiwilligen) Sprungeinlagen und Dreher aus Rally WM, Dakar Rally und DTM zu sehen. Vom kurzen “Bein heben”, über komplettes Abheben, bis zur mehrfachen Rolle in der Luft ist alles dabei. Unterlegt ist der Clip mit passender NDW-Musik.

Schon alleine für die historischen Aufnahmen aus der guten alten DTM-Zeit mit Opel, BMW, Mercedes und Alfa Romeo oder auch den Gruppe-B-Geschossen aus der Rally-WM à la Audi S1, Lancia Rally 037 und Peugeot 205 T16 lohnt sich das ansehen.

Zum YouTube Video: Flying Cars

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