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WRC Rally Jordanien 2011: From Dust till Dawn

Donnerstag, 28. April 2011
From Dust till Dawn

From Dust till Dawn

Der vierte WRC-Lauf der Saison fand 400 m unter dem Meeresspiegel statt – von Tiefpunkt konnte deshalb aber keine Rede sein. Trotz (oder vielleicht auch wegen) der großen Probleme im Vorfeld entwickelte sich die Jordanien-Rally zum bisher spannendsten WRC-Event des Jahres. Nicht zuletzt deshalb, weil es auch mit dem knappsten Ergebnis aller Zeiten endete.

Der ursprüngliche Plan sah vor, das ganze Equipment von Portugal direkt nach Syrien zu verschiffen. Und von da aus auf dem Landweg nach Jordanien zu transportieren. Aufgrund der schwierigen politischen Lage in Syrien und den damit verbundenen moralischen Bedenken entschlossen sich die Verantwortlichen kurzfristig eine alternative Transportroute zu finden. Andernfalls hätte die Rally abgesagt werden müssen.

Die Route, die am Ende ausgeknobelt wurde, führt auf dem Landweg von Portugal nach Italien und dort von Triest per Schiff gen Süden nach Haifa in Israel. Von da ist es nur noch ein Katzensprung bis Amman, dem Rally-”Basislager” in Jordanien. So ganz ging der in aller Schnelle zusammengestrickte Plan aber nicht auf. Wegen eines Motorschadens kam das Schiff erst mit zwei Tagen Verspätung in Israel an. Zu allem Überfluss konnte es dann wegen eines schweren Sturms dann nicht anlegen. Der Zeitplan war damit endgültig beim Teufel. (weiterlesen …)

WRC Rally Jordanien – Wer hat Angst vorm ersten Platz?

Montag, 05. April 2010
Sébastien Loeb

Sébastien Loeb

Der dritte WRC-Lauf der Saison begann mit einer kleinen Karnevalseinlage. In Römer-Montur, mit Rüstung, Schild und Lanze bewehrt sahen die Protagonisten der Rally-WM aus, wie frisch einem Asterix & Obelix Film entsprungen (s. erstes Video unten). Die ausgefallene Idee des jordanischen Veranstalters war aber nur ein (unfreiwilliger) Vorgeschmack auf die kreativen Ansätze zum Thema Regelinterpretation, die man am dritten Rallytag von den beiden Top-Teams präsentiert bekam. Aber der Reihe nach.

Auf dem Programm stand eine der härtesten Rallys des Jahres. Die Etappen rund ums Tote Meer waren streckenweise sehr schnell, teilweise aber auch technisch sehr anspruchsvoll. Das Gelände war aufgrund fehlender Anhaltspunkte in der eintönigen Landschaft oftmals schwer zu lesen, was den Fahrer dazu zwang dem Copiloten noch genauer als sonst zuzuhören und sich voll auf das “Gebetbuch” zu verlassen. Die extreme Hitze machte die Sache für die Fahrer auch nicht leichter. Fast jede Onboard-Kamera zeigte gequälte Gesichter im Cockpit. Der Streckenrand war zu Hauf mit richtig großen Steinbrocken gespickt, denen es galt, nicht zu nahe zu kommen. Krasse Steigungen und Gefälle gehörten ebenfalls zum Repertoire, wie die zur Genüge vorhandenen Abgründe und Böschungen, die man schnell mal herunterpurzeln konnte. Also eigentlich die perfekten Konditionen für Ex-Formel-1-Weltmeister Kimi Raikkonen, um mal wieder für spektakuläre Bilder zu sorgen. Dieser hielt sich in Jordanien – das sei vorweggenommen – aber schadlos und brachte seinen Citroen C4 erstmals in einem Stück in den Service Park zurück. (weiterlesen …)

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