
Ford Focus RS500 auf der AMI 2010
Die 20. Auto Mobil International stand voll im Zeichen von Downsizing – und das nicht nur bei den Fahrzeugen. Auch bei den Ausstellern war ein Schrumpfen zu beobachten. Viele Stammgäste der letzten Jahre glänzten durch Abwesenheit. Der Rundgang durch die drei Hallen war somit schneller beendet als gewohnt. Aber auch wenn viele Quadratmeter Ausstellungsfläche frei blieben, war die Jubiläumsausgabe der AMI wieder eine Reise wert.
Beginnen wir mit der asiatischen Fraktion. Die Hersteller aus Fernost waren nämlich vergleichsweise zahlreich erschienen. Honda hatte seinen neuen CR-Z im Gepäck. Der Nachfolger des Kult-Kompakten CR-X aus den 90ern kommt serienmäßig mit einem Hybridsystem, das insgesamt 124 PS leistet. Den Großteil davon steuert zwar der 1,5 Liter Verbrennungs-Motor bei, dafür kann der kleine 14-PS-Elektromotor in den Beschleunigungsphasen beim Sprit sparen helfen. Direkt daneben hat Honda seine Antwort auf den Toyota Prius geparkt. Zumindest beim Design gewinnt der Insight den Vergleich, auch wenn man ihm in der Seitenansicht deutlich ansieht, dass die Form vom Prius abgekupfert ist.
Subaru ist gleich mit einer ganzen Flotte an Imprezas in den verschiedensten Variationen angerückt. Er stand als Kombi auf der Messe, als Hatchback in der sportlichen WRX STi-Ausführung und auch in der Offroad-Variante XV mit leicht höher gelegtem Fahrwerk und großflächiger Plastik-Beplankung. Der ewige Dauerrivale aus guten alten Rally-Tagen – Mitsubishi – war nicht in Leipzig. Auch Daihatsu hat wohl nichts Neues im Programm und blieb der Messe fern. Mazda hingegen fällt nach über 20 Jahren immer noch was zum Thema MX-5 ein. So komplett ohne Dach und Windschutzscheibe wird der Superlight aber wohl nur eine Studie bleiben.
Für die Sportwagen-Highlights auf der AMI haben unerwartet die Amis gesorgt. Zwar nur mit zwei Marken über den großen Teich gekommen, haben sie für große Augen bei den Besuchern gesorgt. Neben den nicht ganz so spannenden Daewoo-Nachfahren stellte Chevrolet einen quietsch-gelben Camaro auf seinen Stand, und damit es sich lohnt auch gleich noch eine Corvette C6 daneben. Bei Ford stand aber mein persönliches Highlight der gesamten Messe – der Focus RS500. Der ist zwar kein Hecktriebler, aber wer 350 PS in einen Frontkratzer packt ist irgend etwas zwischen genial und verrückt, und hat sich das Abzeichen damit redlich verdient.
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