BMW 3er (E46) 1998 - 2007
Zwischen 1998 und 2005 liefen über 3 Millionen E46 vom Band. Damit ist dieser 3er der erfolgreichste BMW aller Zeiten. Der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Das über Jahrzehnte aufgebaute und gepflegte sportliche Image und die große Modellvielfalt überzeugen einfach. Der 3er wurde mit 1,8 (115 PS) bis 3,2 (343 PS) Liter Motoren in insgesamt fünf Karosserievarianten (Limousine, Cabrio, Coupé, Compact und Kombi) angeboten. Zum Coupé griff jeder vierte Käufer.
Im Jahr 2001 erhielten die Limousine und der Kombi ein leichtes Facelift. Dabei wurden unter anderem die Form der Scheinwerfer überarbeitet und die Front- und Heckschürze wurden etwas gefälliger.
Die Facelifts des Coupés und des Cabrios 2003 fielen etwas auffälliger aus. Zu den obligatorischen Scheinwerferretuschen gesellten sich beim Cabrio eine markante Frontschürze und beide Fahrzeuge wurden mit Rückleuchten in LED-Technik ausgerüstet.
Ab 2001 gab es auch wieder einen 3er Compact (wie schon zuletzt beim E36), welcher die BMW-Palette nach unten abrundete. War das Design beim Vorgänger noch sehr eng mit dem Basis-E36 verwandt, versuchte man dem E46 Compact ein eigenständiges Gesicht zu geben. Dies ist auch recht gut gelungen, auch wenn die Frontleuchten an den Alfa Romeo GTV errinnern und die Heckleuchten unübersehbar vom Lexus inspiriert wurden. Mit dem Erscheinen des 1ers im Jahre 2004 wurde der Compact mehr oder weniger überflüssig und wird daher beim Nachfolgemodell, dem E90 auch nicht mehr angeboten.
Im Motorsport kam der E46 als M3 GTR in der American LeMans Series (ALMS) und beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring zum Einsatz (siehe BMW M3 E46). Mit etwas seriennäheren Versionen trat BMW einige Jahre lang mit mehreren 320ern in der Europäischen Tourenwagen-Meisterschaft (ETCC) an. Dort leisteten die 2-Liter-Triebwerke ca. 260 PS. Der Deutsche Jörg Müller wurde 2003 Vize-Europa-Meister mit nur einem Punkt Rückstand auf Gabriele Tarquini (Alfa Romeo 156 GTA). 2004 und 2005 gingen sowohl Fahrer- als auch Konstrukteurstitel an BMW. Insgesamt wurden von dem mit 200.000 Euro relativ günstigen Sportgerät über 100 Stück in die gesamte Welt verkauft, wo sie zumeist in nationalen Rennserien eingesetzt wurden.







