BMW 6er (E63)

Vierzehn Jahre nachdem der letzte E24 vom Band lief, erweckte BMW 2003 den Mythos 6er wieder zum Leben - mit aggressiver Optik und starken Motoren. Der neue soll den  Sport-Coupé-Markt kräftig aufmischen und den Mercedes CLSes und Porsche 911ern Kunden abspenstig machen. Angeboten wurde er zunächst (bis zum Facelift 2007) in zwei Motorvarianten, mit bulligem 4,8-Liter-V8 (367 PS), bekannt aus 7er und X5, und dem bewährten Reihen-6-Zylinder mit 258 PS. Die 1,6 bzw. 1,7 Tonnen Lebendgewicht werden damit in 5,4 bzw 6,5 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt. Bei 250 km/h wird wie üblich elektronisch abgeregelt.

Wie schon beim neuen 5er, 7er und Z4 ist auch der neue 6er wieder eine Herausforderung für die Sehnerven. Besonders der Kofferraumdeckel in Kombination mit den Heckleuchten sieht ziemlich häß... ähm... gewöhnungsbedürftig aus. Aber von der Optik einmal abgesehen ist auch der 6er ein BMW reinsten Wassers, mit viel High-Tech und natürlich auch viel Fahrspaß. Für die Sicherheit sind die üblichen Verdächtigen an Bord: ABS, DSC, mehrere Airbags und im Cabrio Überrollbügel, die im Falle eines Überschlages automatisch blitzschnell ausfahren.

Auch wenn Diesel-Motoren selbst im Rennsport heute nichts ungewöhnliches mehr sind (Stichwort: Audi und Le Mans), so wirkt dieser Antrieb in einem Sportwagen doch noch immer etwas befremdlich. Nichtsdestotrotz, mit dem Facelift Ende 2007 stößt zu den beiden Benzinern ein Selbstzünder mit 3 Litern Hubraum, 286 PS und 580 Nm.

Für den "kleinen" 630i wechseln mindestens 60.500 Euro den Besitzer. In der Dieselversion 635d sind es 72.500. Oder doch lieber den V8-Benziner für 72.000 Euro? Beim M6 sind es sogar wahnwitzige 113.300 Euro. Die Cabrios (jeweils mit gleicher Motorisierung) schlagen mit jeweils 7.000 bis 8.000 Euro mehr zu Buche.

E-Codes:

  • E63: 6er Coupé
  • E64: 6er Cabrio

Artikel erstellt: 18.01.2009