BMW M3 (E30) 1986 - 1991
Im Motorsport hat der E30 alles abgeräumt, was es zu gewinnen gab. Im Debüt-Jahr 1987 schlug er ein wie ein Bombe. Mit dem Sieg in der Tourenwagen-WM, der Tourenwagen-EM, der DTM und weiteren nationalen Meisterschaften holte er sich die Krone in fast allen bedeutenden Championaten in Europa. Diese überragende Siegesserie konnte er bis 1991 aufrechterhalten, mit dem Gewinnen der französischen, finnischen, schwedischen, österreichischen, schweizer, spanischen, portugisischen, holländischen, australischen, italienischen und englischen Tourenwagen-Meisterschaft. Mit 281 Meisterschaftstrophäen (lt. Auto Bild test&tuning 3/2002) ist der BMW M3 E30 der erfolgreichste Gruppe-A-Sportwagen aller Zeiten. Auch heute wird er noch erfolgreich eingesetzt und belegt in seiner Klasse vordere Plätze, z.B. bei den Langstreckenrennen auf der Nordschleife.
Die Basis für den Gruppe-A-M3 bildet der Serien-M3, bei dessen Entwicklung konsequent auf Renntauglichkeit geachtet wurde. Die Homologationsvorschriften verlangen nämlich mindestens 5.000 straßenzugelassene M3, auf dessen Basis dann die Rennversionen aufgebaut wurden. Den Anfang machte der 200 PS leistende 2,3-Liter-4-Zylinder, der vom M1 abstammt und von 1986 bis 1989 gebaut wurde. Ab 1989 bis zum Produktionsende im Jahre 1991 gabs 15 PS extra, die vorallem durch Feintuning aus dem Motor gekitzelt wurden. Neben diesem Grundmodell, welches es in den Karosserievarianten Coupé und Cabrio gab, gesellten sich fast jährlich Sondermodelle bzw. Evolutionsstufen. 1988 entstanden 500 M3 Evolution mit 220 PS und verbesserter Aerodynamik. Zudem wurden für eine positive Gewichtsbilanz die Heck- und Seitenscheiben dünner und damit leichter und auch bei den Stoßfängern und Spoilern konnte Gewicht gespart werden - bei gleichbleibender Steifigkeit.
Mit dem M3 Sport Evolution erschien 1990 der stärkste M3 in einer Auflage von 600 Stück. Der Leistungszuwachs auf 238 PS erklärt sich durch den auf 2,5 Liter aufgebohrten Motor. Die Markenzeichen des Sport Evo sind die Kühllufteinlässe an Stelle der Nebelscheinwerfer, der verstellbare Front- und Heckspoiler und die serienmäßig verbauten Schalensitze.
Inklusive der weiteren Sondermodelle M3 Cecotto/Ravaglia und M3 Europameister und den Renn-M3 aus dem Tourenwagen- und Rally-Einsatz verließen insgesamt 17.184 M3 die Werkshallen. Für ein gut erhaltenes Exemplar müssen heutzutage etwa 10.000 Euro angelegt werden.










