BMW M3 (E36)   1992 - 1999

1992 trat das M3 Coupé mit der internen Bezeichnung E36 das schwere Erbe an, den wohl erfolgreichsten Tourenwagen aller Zeiten, den M3 E30 zu ersetzen. Die Redewendung "Wolf im Schafspelz" trifft bei ihm wirklich zu. Optisch äußerst zurückhaltend, aber ausgestattet mit 286 PS aus drei Liter Hubraum lassen ihn in weniger als 6 Sekunden auf Tempo 100 fliegen. Die theoretische Höchstgeschwindigkeit liegt bei 265 km/h, bei 250 wird aber wie üblich elektronisch abgeregelt. 1994 fand der Motor auch seinen Weg in die Limousine und das Cabrio.

Leistung kann man nie genug haben, daher wurde 1995 im Rahmen des Facelifts auch gleich der Motor kräftig aufgebohrt. Viele neue mechanische Teile und eine neue Motorelektronik verhelfen dem nunmehr 3,2 Liter großen Aggregat zu 321 PS. Der Beschleunigungswert für den Standardsprint verbessert sich dadurch auf 5,5 Sekunden. Und das beste daran: der neue Motor verbraucht weniger Sprit als sein 35 PS schwächerer Vorgänger! Das Getriebe bekam einen 6. Gang spendiert, der aufgrund der vmax-Beschränkung auf 250 km/h aber letztlich nur als Schongang dient. Die mit sehr guten Bremswerten glänzende Compound-Bremse wurde direkt vom M5 übernommen. 1995 war auch die Geburtsstunde eines heute äußerst populären Technik-Features, nämlich dem SMG - dem sequentiellen manuellen Getriebe. Der Schalthebel muss hier nicht mehr durch ein H navigiert werden, stattdessen wird er nur noch nach vorn oder hinten gezogen, wobei jeweils automatisch ein Gang hoch- bzw. ein Gang heruntergeschaltet wird. Verschalten ist unmöglich, da die Elektronik z.B. zu schnelles Herunterschalten nicht zulassen würde. Außerdem steuert die Elektronik die Kupplung und gibt automatisch Zwischengas. Das Kupplungspedal kann somit entfallen.

Um den M3 von seinen kleinen Großserien-Brüdern zu unterscheiden, muss man schon genauer hinschauen. Außer den größeren Lufteinlässen in der Frontschürze, den speziellen M3-Rückspiegeln und den schicken Felgen hat sich optisch kaum etwas geändert. Beim M3 GT - einer auf 350 Stück limitierte Sonderserie - fallen die Unterschiede schon etwas deutlicher aus. Der 1995 als Homologationsfahrzeug für den Rennsport gebaute Straßenrenner war ausschließlich in britisch racing green lackiert erhältlich und hatte einen nicht übersehbaren Heckspoiler an Bord.

Motorsportlich bewegte sich der M3 E36 vor allem auf dem Langstrecken-Parkett, wie der FIA GT (Europa) und der IMSA GT (Amerika). Für den restlichen Tourenwagen-Sport waren die kleineren 320er vorgesehen.

Artikel erstellt: 18.01.2009




Hier gibt's mehr zum Thema BMW M3 (E36)

  • E36.de
    Großes Forum für alle 3er-E36-Modelle.
    http://e36.de/
  • 7-forum
    Offizieller BMW-Artikel zur Geschichte des E36-M3
    http://www.7-forum.com/news/2007/bmw_m3_historie/bmw_m3_e36.php
  • M3 GT Register
    Übersicht über alle Halter des E36-M3-GT (soweit bekannt)
    http://www.m3gtregister.com/
  • BMW M Registry
    Produktionszahlen zu allen M3-Varianten und viele weitere Informationen
    http://www.bmwmregistry.com/model_faq.php?id=14