BMW X3 (E83) seit 2003
Wenn es unter den ganzen X-Modellen von BMW eine Vernunftvariante gibt, dann ist es wohl der X3. Er ist kleiner und handlicher als der X5, im Gegensatz zum X1 optisch aber trotzdem noch als SUV erkennbar. Er ist in der Anschaffung deutlich günstiger als ein X5, steht diesem auf der Straße und im Gelände (dank gleicher Technikgene) aber nicht wesentlich nach. Fällt zudem noch die Motorenwahl auf den Zwei-Liter-Diesel, lässt sich gleich doppelt sparen. Zunächst am schlechten Öko-Gewissen und später dann an der Tanksäule. Denn trotz 177 PS und 350 Nm Drehmoment lässt sich der X3 2.0d mit rund sieben Liter Diesel auf Hundert Kilometer bewegen.
Plastic bombastic
Beim Design hat BMW nicht unbedingt eine Punktlandung hingelegt. Die aus verschiedenen geometrischen Formen zusammengesetzten Scheinwerfer und Rückleuchten geben dem X3 zwar ein eigenständiges Gesicht, so ganz harmonisch wirkt das ganze aber nicht. Auch die großflächige Plastikbeplankung lädt nicht unbedingt zu Begeisterungsstürmen ein. Im Geländeeinsatz bringen sie zwar Pluspunkte, weil sie vor teuren Schäden am Blech bewahren, nur verwöhnen sie eben nicht gerade das Auge. Beim Facelift-Modell von 2006 hat BMW die Prioritäten offensichtlich neu geordnet. Der Anteil an tristem Kunststoff wurde (innen und außen) deutlich zurückgefahren. Bei den Stoßfängern scheint wieder viel mehr lackiertes Blech durch. Der Geländegängigkeit tut das natürlich keinen Abbruch, nur gehen Volley genommene Steine oder Baumstämme deutlich stärker ins Geld.
Power unlimited
Neben LED-Rückleuchten und Scheinwerfern in Klarglas-Optik kam mit dem Facelift auch eine zusätzliche Motorenvariante. Ein zweiter Turbolader verhilft dem bekannten 3-Liter-Diesel-Triebwerk zu 286 PS und 580 Nm Drehmoment und macht den 3.0sd damit zum stärksten X3 der Flotte - sogar noch vor allen Benzinern. 6,6 Sekunden vergehen beim Sprint von 0 auf 100, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 240 km/h. Das Spitzenmodell kostet auch einen Spitzenpreis. Ab 50.000 Euro gehts los. Damit liegt der X3 preislich genau auf Augenhöhe mit den X5-Einstiegsmodellen. Um den Respektabstand zum großen Bruder zu bewahren gibts für den X3 aber keine V8-Motoren, auch wenn diese sicherlich irgendwie unter die Motorhaube gepasst hätten.
Wüstenfuchs
Dass es der X3 auch im Motorsport zu Ruhm und Ehre brachte verdankt er hauptsächlich Sven Quandt. Dieser baut den X3 alias X3CC seit 2006 in seinem (mehr oder weniger) privaten X-raid-Team auf und schickt ihn regelmäßig buchstäblich in die Wüste. Trotz einiger Achtungserfolge hat es bisher aber noch nicht zum ganz großen Triumph gelangt. Zwar konnte das Team, das in der Nähe von Rüsselsheim beheimatet ist 2008 und 2009 den FIA Cup für Cross-Country Bajas einfahren und ein paar Etappensiege bei der Dakar stehen auch schon auf dem Konto, der Gesamtsieg bei der berühmtesten Rally der Welt fehlt aber noch.







