BMW Z3 1995 - 2002
Dem von Mazda Anfang der 90er eingeleiteten Roadster-Boom konnte sich auch BMW nicht weiter entziehen und schickte 1995 den Z3 ins Feld gegen Mazda MX5, Fiat Barchetta und Co. Sechs Jahre zuvor (1989) wagte sich BMW mit dem Z1 zwar auch schon in das Revier der offenen 2-Sitzer vor, dieser war aber mehr als Technologieträger und Versuchswagen gedacht, weshalb es auch nicht so tragisch war, dass nur insgesamt 8.000 Exemplare die Werkshallen verließen. Der Z3 hingegen war ganz klar auf Erfolg programmiert und sollte ein großes Stück vom Roadster-Markt erobern. Deshalb wurden beim Marketing auch keine Kosten und Mühen gescheut, den Z3 in einen der Image-fördernsten Filme zu bekommen. In GoldenEye greift James Bond persönlich ins Lenkrad eines BMW Z3. Die Message Bond fährt BMW hat nicht nur dem Z3, sondern auch BMW im Allgemeinen geholfen, ebenso wie in den folgenden Filmen der 7er oder der Z8.
Mit seinen bisherigen Arbeitsgeräten à la Lotus oder Aston Martin hatte der von 007 gefahrene Z3 1.9 aber nicht viel gemein. Die anfängliche Top-Motorisierungen brachte es auf 140 PS und brauchte fast 10 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Auf der Autobahn war bei 205 km/h Schluss. So richtig Fahrspaß kam erst 1996 mit dem wesentlich potenteren, 195 PS starken 2,8-Liter-Triebwerk auf. Ein Jahr später wurde nochmal eine große Schippe draufgelegt mit der M-Version, die es auf 321 PS bringt.
Bei ungewöhnlichem BMW-Design denken Kenner sofort an Chris Bangle. Auch für das Aussehen der 1998 erschienenen Coupé-Variante war der US-Amerikaner verantwortlich. An mangelnder Motorleistung konnte diesmal niemand klagen. Das Coupé wurde von Anfang an ausschließlich mit dem 2,8-Liter bzw. ab 2000 mit dem 3,0 Liter Reihensechszylindern ausgerüstet. Der "Turnschuh" verkaufte sich weltweit insgesamt nur knapp 18.000 mal.
1999 wurden alle Modelle noch einmal fürs neue Jahrtausend frisch gemacht. Breitere Kotflügel, bedingt durch eine breitere Spur an der Hinterachse, L-förmige Heckleuchten und, subtil, aber wirksam, Chrom-umrahmte Frontscheinwerfer gaben dem Z3 ein knackigeres Aussehen.
2000 wurden auch neue Motoren nachgeschoben.
Nach sieben Jahren Produktion lief Mitte 2002 der letzte Z3 vom Band im US-Werk Spartanburg. In dieser Zeit entstanden fast 300.000 Exemplare, davon etwa 18.000 Coupés und 18.000 Rechtslenker.







