BMW Z4 seit 2002
Der Z4 trat 2002 mit mutigem Design made by Chris Bangle die Nachfolge des eher konservativ gestylten Z3 an. Im Vergleich hat er in Länge und Breite, bei den Motoren und nicht zuletzt auch beim Preis ein gutes Stück zugelegt und deshalb auch die nächsthöhere Ziffer in der Modellbezeichnung bekommen. Trotz, oder vielleicht auch wegen des Designs verkauft sich der Z4 sehr gut. In den ersten zwei Jahren verließen über 100.000 Exemplare die Werkshallen in Spartanburg.
BMW schlug bei der Motorisierung des Z4 den entgegengesetzten Weg zum Z3 ein. Dieser begann seine Laufbahn mit zierlichen 1,8 und 1,9-Liter-Motoren. Der Z4 hingegen startete am oberen Ende der Skala (2,5 und 3,0 Liter). Erst später kamen ein 2,2 und ein 2-Liter hinzu.
Eine M-Version gab es für den Z4 lange Zeit nicht. So verwundert es auch nicht, dass so ziemlich jeder Tuner, der auch nur im entferntesten irgendetwas mit BMW zu tun hat, diese Lücke in der Modellpalette durch eine eigene Z4-Version zu füllen versuchte. Ein äußerst interessantes Exemplar der Gattung Z4 kommt vom Aachener Tuner AC Schnitzer. Dieser quetschte in den engen Motorraum den 5-Liter-V8 aus dem alten M5 (E39), aus dem sie nebenbei auch noch 50 zusätzliche Pferde (450 PS) herauskitzelten. Aus dem M5 wurde auch das 6-Gang-Getriebe entliehen und die Hinterachse stammt ursprünglich aus dem M3 CSL. Bei der Farbgebung hat AC Schnitzer keine Rücksicht auf die Sehnerven genommen und den Z4 in auffälliges Orange getaucht. Der gelb abgesetzte Türbereich erinnert an die Corvettes früherer Jahre. Nun die schlechte Nachricht: der V8 Topster ist ein Einzelstück und diente ausschließlich Promo-Zwecken, er ging also nie in Serie. :-(
Nach etwas schwächelnden Verkäufen startete BMW Anfang 2006 eine kleine Modell-Offensive beim Z4. Neben dem Facelift des Roadsters brachte BMW auch eine Coupé-Version, von der sich der Vorstand einen größeren Erfolg verspricht, als damals vom Z3 Coupé, welches nur 18.000 mal gebaut wurde. Desweiteren gab es neue Motoren und zu guter Letzt wurde auch der größte Wunsch vieler BMW-Fans erfüllt. Sowohl vom Roadster als auch vom Coupé wurden M-Versionen gebaut, mit dem Motor aus dem M3, also mit 343 PS.
Die M GmbH bekommt inzwischen neben den Tunern auch Konkurrenz von der Mutter BMW selbst. Diese schickt mit dem Z4 3.0si eine echte Alternative zum M Coupé bzw. M Roadster ins Rennen. Mit 265 PS leistet der 'si' zwar deutlich weniger, kann mit 5,7 Sekunden beim Standardsprint aber noch sehr respektabel mithalten (M Coupé: 5,0 s). 3,5 Liter weniger Spritverbrauch und ein um 17.500 Euro günstigerer Preis sind wohl zwei gute Argumente, wenn nicht unbedingt die Rennstrecke das bevorzugte Revier des Käufers ist.







