BMW Z4 M   seit 2006

Lang, lang hat es gedauert bis doch endlich das Go für den Bau einer M-Version des Z4 kam. Drei Jahre lang bettelten und flehten die Fans nach dem Kraftpaket. 2006 bekamen sie gleich zwei! Sowohl für den inzwischen gefacelifteten Roadster, als auch für das neu eingeführte Coupé hat die M GmbH den Z4 mit den feinsten Zutaten garniert. Die Bremsen stammen aus dem M3 CSL, die Differentialsperre an der Hinterachse von dessen kleinem Bruder M3, ebenso wie das zwar etwas betagte, aber noch längst nicht zum alten Eisen gehörende 3,2-Liter-Triebwerk mit 343 PS und 365 Nm Drehmoment. Damit kommt der M-Z4 in glatten 5 Sekunden auf Tempo 100. Bei 250 km/h ist wie üblich Schluss. Wie aber auch schon bei anderen M-Modellen kann man sich gegen Aufpreis (inkl. Fahrerlehrgang) der elektronischen Fußfesseln entledigen und darf den Wagen dann ausfahren (275 km/h). Beim Getriebe gibt es nur eine Option - die manuelle H-Schaltung. Weder die altehrwürdige sequentielle Schaltung SMG noch das nagelneue Direktschaltgetriebe DKG sind für den Z4 M verfügbar.

Für Spannung sorgt alle zwei Jahre der Aachener Tuner AC Schnitzer mit seinen ausgefallenen Concept Cars. 2007 kam das Z4 M Coupé unters Messer. Wie auch schon der V8 Topster von 2003 rennt der Profile in auffälligem orange, diesmal kombiniert mit weißem Oberteil. Die Front ist erstaunlich brav geworden, dafür rockt der Profile in der Heckansicht mit einem Spoiler, der schön aus dem Heck wächst, einem neckischen Dachspoiler und zwei dicken Endrohren, die die Straße zur Rockkonzertbühne machen (Sound-Check auf YouTube). Für den Sound verantwortlich ist u.a. der Motor der kurzerhand einem M3 CSL entliehen wurde. 350 Renn-PS fallen hier über das relativ kurz gestufte 6-Gang-Getriebe her. Dass die 100er-Marke trotzdem erst nach 5,0 Sekunden (wie in der Serie) fällt liegt wohl an den großen 20 Zoll Rädern, die einen großen Teil des Performance-Plus wieder auffressen.

Der Motorsport darf natürlich nicht zu kurz kommen. Speziell für Langstrecken-Meisterschaften hat die M GmbH ein sehr potentes Renngerät auf die Räder gestellt. Der 3,2-Liter-Motor wurde auf 400 PS gepusht, das Fahrwerk basiert auf dem des M3 GTR (zweimaliger Sieger des 24h-Rennen Nürburgring). Seit Mai 2006 können Teamchefs das 1200 kg leichte Coupé zum Preis von etwa 250.000 Euro kaufen - dicke Backen und riesiger Heckflügel inklusive. Beim Silverstone-24-Stunden-Rennen Mitte 2006 noch unter ferner liefen, konnte das Duller-Team nach einem halben Jahr konsequenter Weiterentwicklung im Winter 2006/2007 gleich zwei Erfolge einfahren, zunächst ein zweiter Platz beim 24h-Rennen in Bahrain, einen Monat später folgte der Sieg in Dubai, wieder beim Rennen zweimal rund um die Uhr.

Artikel erstellt: 18.01.2009
Zuletzt aktualisiert: 04.07.2010




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