BMW Z8 1999 - 2003
Mit dem Z8 hat BMW eine herrliche Hommage an den BMW 507 - eines der schönsten Roadster aller Zeiten - geschaffen. Die Konzeptstudie des Z8 namens Z07 kam 1997 auf der Tokio Motor Show so gut an, dass eine Serienproduktion die einzig logische Konsequenz war. Von 1999 bis 2003 entstanden in Handarbeit 5703 Exemplare, was für einen 235.000 DM (!) teuren BMW sicherlich keine schlechte Ausbeute ist. Der 507 fand in den 50ern nur 254 Käufer. Ihm wurde u.a. der für damalige Verhältnisse exorbitant hohe Preis von 10.000 Dollar zum Verhängnis. Oder fehlte einfach nur die richtige Publicity? Diese bekam der Z8 im James Bond-Streifen "Die Welt ist nicht genug" und ein paar Jahre später in "The Tuxedo" mit Jackie Chan zur Genüge. Außerdem wurde er von den Lesers der Motor Klassik 2003 zum Klassiker der Zukunft gewählt.
Zitate des 507 lassen sich fast überall finden, so z.B. die flache Doppelniere, die sich fast über die gesamte Fahrzeugfront erstreckt, die großen Räder, die Kiemen in den Kotflügeln, die schmalen Rückleuchten und nicht zuletzt der sexy Hüftschwung. Um modernen Anforderungen gerecht zu werden (Aerodynamik, Sicherheitsbestimmungen, höhere Fahrleistungen etc.) steht die Windschutzscheibe etwas flacher im Wind, die Reifen haben an Breite gewonnen und rundum sorgt etwas mehr Blech für mehr Sicherheit.
Unter der klassisch geformten Blechhaut verbirgt sich ein moderner Sportwagen mit verwindungssteifem Chassis (dank erstmalig bei BMW eingesetztem selbsttragenden Alu-Spaceframe), gutem Fahrwerk (mit ESP als Backup) und einem Kraftwerk im Bug, das schon im M5 begeisterte. 400 PS und 500 Nm aus 5 Litern Hubraum verteilt auf acht Zylinder schieben den Z8 in guten 4,7 Sekunden auf Tempo 100. Leider darf auch der Z8 nicht schneller als 250 km/h.
Wieso der Z8 trotz des relativ schweren Motors eine perfekte Gewichtsverteilung von 50:50 aufweist, erkennt man, wenn man sich das Auto im Profil ansieht. Der Fahrer sitzt fast auf der Hinterachse und der Motor wurde soweit wie möglich nach hinten gelegt (daher auch die lange Motorhaube).
Knapp 10% der Produktion reservierte sich Alpina, die dem Z8 einen völlig neuen Charakter gaben. Statt sechs manuellen Gängen gibts eine entspannte 5-Gang-Automatik, beim Motor entschied man sich für einen drehmomentstarken V8 aus eigener Produktion, mit 381 PS und 520 Nm. Von außen ist der Alpina Roadster V8 neben mehr Chrom eigentlich nur an den klassischen Alpina-Felgen erkennbar, die mit Schuhgröße 20 Zoll statt 18 daherkommen. Das Interieur hingegen wurde komplett überarbeitet.







