Ferrari 612 Scaglietti seit 2004
Mit fast 5 Metern Länge und über 1,8 Tonnen Gewicht ist der 612 Scaglietti, der Nachfolger des bis 2004 gebauten 456 GT sicherlich nur noch schwer in die Kategorie Sportwagen einzuordnen. Aber dank des großen 5,7 Liter-V12-Motors mit 540 PS und 589 Nm ist zügiges Vorankommen absolut kein Problem. In nur 4,2 Sekunden beschleunigt er von 0 auf 100 km/h und erst bei 320 km/h geht ihm die Puste aus. Selbst ein ausgemachter Sportler, wie der Porsche 911 GT3 hat da keine Chance mitzuhalten. Der Motor stammt ursprünglich aus dem 575M Maranello, dem u.a. durch ein neues Auspuffsystem und eine höhere Verdichtung 25 weitere PS entlockt wurden.
Die Bezeichnung "612 Scaglietti" des von Pininfarina entworfenen Gran Turismos setzt sich zusammen aus der Größe des Hubraums (großzügig auf 6 Liter aufgerundet) und der Anzahl der Zylinder (12). Der Zusatz Scaglietti soll einen der ehemaligen Ferrari-Top-Designer und -Karosseriebauer der 50er und 60er Jahre ehren - Sergio Scaglietti.
Ebenso, wie beim 456 GT setzt Ferrari auch beim Scaglietti aus Gründen der Gewichtsbalance auf die Transaxle-Bauweise. Bei diesem Prinzip sitzt der Motor vorn und das Getriebe ist hinten, direkt an der Hinterachse befestigt. Trotz des schweren V12-Motors ergibt sich dadurch eine sehr gute Gewichtsverteilung von 46:54 zwischen Vorder- und Hinterachse - nicht zuletzt, weil die Ingenierure den V12 so weit, wie nur irgend möglich nach hinten verschoben haben. Der Effekt dieser Maßnahme ist ein verbessertes und neutraleres Handling.
Beim Getriebe stellt Ferrari den Kunden vor die Wahl zwischen zwei Varianten mit jeweils 6 Gängen. Option eins ist das serienmäßige manuelle Getriebe mit Schaltstock und klassischer, offener Schaltkulisse. Für das sequentielle Getriebe, wie es z.B. auch in der Formel 1 zum Einsatz kommt (mit Schaltpaddeln am Lenkrad) kommen zum Grundpreis von 210.000 Euro noch einmal 8.000 Euro oben drauf.










