Ferrari F40
Der Ferrari F40 ist der Supersportwagen mit dem wahrscheinlich kleinsten Motor. Aber die Größe ist ja bekanntlich nicht entscheidend ;-). Aus dem nur 2,9 Liter kleinen V8 kitzelt Ferrari dank zweier Turbolader 479 PS und 577 Nm. Damit sind 324 km/h Spitze drin und der Sprint auf Tempo 100 gelingt in 4,6 Sekunden. 7,4 Sekunden später macht der F40 die nächsten hundert voll. Ein Grund, wieso Ferrari nicht z.B. einen V12 implantiert hat, ist unter anderem das Gewicht, welches bei diesem Projekt absolute Priorität hatte. Je leichter das Auto, desto weniger Leistung braucht man auch! Daher besteht das komplette Fahrzeug auch aus leichter Kohlefaser und die Lackschicht darauf ist so dünn, dass die Kohlefaser-Struktur durchscheint. Im Innenraum ist sie sogar weder lackiert noch verkleidet - alles unnützer Ballast. Die geschlitzte Plastik-Heckscheibe tut ihr übriges zur Gewichtsbilanz; die Schlitze dienen dabei der besseren Wärmeabführung des Motors. Diese ganzen Maßnahmen führen in der Summe dazu, dazu der F40 gerade einmal 1230 kg wiegt. Da die Aerodynamik-Kenntnisse anno 1987 noch nicht so umfassend wie heute waren, muss neben dem angedeuteten Diffusor die riesige "Fritten-Theke" auf dem Heck für Abtrieb sorgen.
Zum 40-jährigen Jubiläum der Scuderia Ferrari wurde diese rote Flunder 1987 auf die Räder gestellt. Der Tod von Enzo Ferrari 1988 rief etliche Spekulanten auf den Plan, wodurch der F40 zeitweise für 2 Millionen DM statt für vom Werk gefordeten 400.000 DM den Besitzer wechselte. Wegen der hohen Nachfrage wurde die Produktion erst nach 1300 statt geplanter 450 Exemplare eingestellt.






